02.04.2026 - Motorwold/ Köln

DER DA VINCI CODE - Sakrileg
on Tour 2026

DER DA VINCI CODE - SAKRILEG dürfte vielen ein Begriff sein: Dan Browns Roman wurde weltweit zum Bestseller und erlangte spätestens durch die Verfilmung mit Tom Hanks in der Rolle des Professors Robert Langdon internationale Bekanntheit.

Alles beginnt mit einem inszenierten Mord im Louvre in Paris. Museumsdirektor Jacques Saunière (Cusch Jung) wird von einem religiösen Fanatiker verfolgt und stirbt schließlich, hinterlässt jedoch kurz vor seinem Tod eine Reihe kryptischer Botschaften, Codes, Zahlen und Hinweise auf Wänden, Bildern und dem Fußboden des Museums.

Der amerikanische Symbolforscher Robert Langdon (Hannes Levianto) wird von der Polizei als Experte hinzugezogen, da sein Name auf der Anrufliste des Museumsdirektors auftaucht und er mit ihm verabredet war. Gleichzeitig gerät Langdon selbst unter Verdacht. Unterstützung erhält er von der Kryptologin Sophie Neveu (Helena Charlotte Sigal), die erkennt, dass die Botschaften ihres Großvaters, Saunière, eigentlich an sie gerichtet sind. Gemeinsam fliehen sie vor der Polizei und folgen der Spur der Hinweise.

Diese führen sie zu berühmten Kunstwerken von Leonardo da Vinci, in denen geheime Symbole verborgen sind. Schritt für Schritt entdecken sie, dass Saunière Mitglied einer geheimen Bruderschaft war, dem Prieuré de Sion.

Langdon und Sophie stoßen auf die Theorie, dass der Heilige Gral kein Gegenstand, sondern ein streng gehütetes Geheimnis ist: eine Blutlinie, die bis zu Jesus Christus zurückreichen soll. Dieses Wissen könnte die Grundfesten der Kirche erschüttern.

Währenddessen werden sie von dem geheimnisvollen Mönch Silas (Silvia Römer) verfolgt, der im Auftrag einer konservativen katholischen Organisation handelt. Hinter ihm steht wiederum eine noch mächtigere Figur, die das Geheimnis um jeden Preis bewahren oder kontrollieren will.

Robert und Sophie lösen ein Rätsel nach dem anderen, oft unter enormem Zeitdruck. Schlüssel, verschlüsselte Behälter, sogenannte Kryptexe, und versteckte Hinweise führen sie quer durch Europa. Immer wieder stellt sich die Frage, wem sie überhaupt noch vertrauen können, denn vermeintliche Verbündete entpuppen sich als Feinde.

Am Ende erkennen sie, dass das größte Geheimnis nicht nur historischer, sondern auch persönlicher Natur ist: Sophie selbst ist Teil der geheimen Blutlinie. Öffentlich gemacht wird dieses Wissen jedoch nicht – das Geheimnis bleibt gewahrt.

Die Produktionsfirma ShowSlot bringt mit DER DA VINCI CODE - SAKRILEG nun die Bühnenfassung des Stoffes auf Tour.

Regisseur Christoph Drewitz hat hier ganze Arbeit geleistet. Immerhin bringt er eine äußerst komplexe Geschichte auf die Bühne und schafft es dennoch, die Handlung nachvollziehbar und spannend zu inszenieren. Das Publikum kann der Geschichte gut folgen und fiebert mit den beiden Hauptfiguren regelrecht mit, trotz der teilweise sehr langen Dialogpassagen. Auch die zahlreichen Ortswechsel bleiben verständlich, obwohl das Bühnenbild für eine Tourproduktion eher schlicht gestaltet ist.

Besonders gelungen ist die Szene im Flugzeug auf dem Weg von Paris nach London: Zunächst sitzen Robert und Sophie nebeneinander und unterhalten sich, kurz darauf wechselt die Perspektive und der Mönch Silas sitzt gemeinsam mit dem Butler Rémy (Elias Reichert) in einer anderen Sitzreihe. Solche Übergänge wirken kreativ und flüssig umgesetzt.

Der Bühnenhintergrund ist in mehrere Ebenen unterteilt und erinnert an eine Gitterstruktur. Verschiedene Projektionsflächen werden parallel bespielt, Möbelstücke erscheinen flexibel an unterschiedlichen Stellen und erschaffen mit vergleichsweise wenigen Mitteln wechselnde Schauplätze, vom Louvre über das Anwesen von Sir Leigh Teabing bis hin zur Westminster Abbey.

Das eigentliche Highlight des Abends sind jedoch die Licht- und Videoprojektionen. Geheimnisvolle Symbole und verschlüsselte Texte werden eindrucksvoll auf den Bühnenhintergrund projiziert und verleihen der Inszenierung zusätzliche Atmosphäre. Unterstützt wird dies von einer dezenten, stimmungsvollen musikalischen Untermalung.

Ein großes Lob gilt dem gesamten Ensemble, denn das Stück bleibt sehr nah an Film und Buch und verlangt den Darstellern entsprechend enorme Textsicherheit ab. Hannes Levianto verkörpert Robert Langdon überzeugend als konzentrierten und analytischen Denker, selbst die berühmte Mickey-Mouse-Uhr fehlt nicht. An seiner Seite überzeugt Helena Charlotte Sigal als Sophie Neveu.

Silvio Römer spielt den fanatischen Silas mit spürbarer Bedrohlichkeit. Besonders in den Szenen der Selbstgeißelung entsteht eine unangenehme Intensität, bei der man als Zuschauer kaum hinsehen möchte.

Auch Cusch Jung überzeugt in seiner Doppelrolle: Zunächst als Museumsdirektor Jacques Saunière, später als Sir Leigh Teabing. Gerade dieser Rollenwechsel gelingt ihm eindrucksvoll.

Fazit: Wer den Film oder das Buch mochte, dürfte auch an dieser Bühnenfassung großen Gefallen finden. Natürlich ersetzt das Theater nicht die imposante Filmmusik von Hans Zimmer, dennoch entwickelt die Inszenierung ihren ganz eigenen Reiz und überzeugt vor allem durch Atmosphäre, Tempo und starke Darstellerleistungen.

5 von 6 Sternen: ★★★★★     
                     Kritik:
Verena Bartsch; Fotos: Nico Moser

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